Werkstattunterricht

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Kontrollformen

Weitestgehend frei und selbstbestimmt zu arbeiten, bedeutet nicht, "unkontrolliert" zu arbeiten. Auch im Werkstattunterricht werden Arbeitsergebnisse und Lernfortschritte kontrolliert und dokumentiert, wenn auch anders als im traditionellen Frontalunterricht:
Im Werkstattunterricht gibt es zwei Kontrollebenen:
a) die Ebene der Chefkontrolle während der Arbeit in der Werkstatt und
b) die Ebene der Lehrerkontrolle im Anschluss an eine Werkstatt.

Chef Jonathan nimmt es mit der Kontrolle seines Angebotes sehr genau; André wartet geduldig.Beide Kontrollebenen beziehen sich auf die Eintragungen der Schüler in ihrer Arbeitskarte. Für jede Werkstatt erhält jeder Schüler eine Arbeitskarte, die zumindest Namen des Kindes, Zeitraum der Werkstatt und Anzahl der Werkstattangebote enthält. Je nach Klassenstufe und Art der Werkstatt können diese Arbeitskarten unterschiedlich gestaltet sein. Bewährt hat sich in jedem Fall das Format DIN A 5, im 1. Schuljahr außerdem farbiges Kartonpapier anstelle von weißem Kopierpapier. Die verschiedenen Farben erleichtern die Zuordnung der Arbeitskarte zur aktuellen Werkstatt, das Kartonpapier ist recht stabil und hält auch ungeübteren Händen oder groberen Belastungen stand.

Omar wartet ungeduldig darauf, dass Chefin Vivien sein Angebot abzeichnet, damit er weiterarbeiten kann. Im Hintergrund die Regale mit der aktuellen WerkstattZu a) Während der Werkstattarbeit ist jedes Kind als Chef für Hilfestellungen, Beratungen und Kontrollen im Bereich seiner Chefsache verantwortlich. Jeder Schüler kreuzt die Nummer des Angebotes, das er bearbeitet hat, in seiner Arbeitskarte an und nimmt diese mit, wenn er seine Arbeit vom jeweiligen Chef kontrollieren lässt. Ist der Chef mit der Ausführung zufrieden, kennzeichnet er dies in der Arbeitskarte, indem er die entsprechende Nummer einkreist oder in dem dafür vorgesehenen Feld unterschreibt. Lediglich die eigene Chefsache lässt jedes Kind vom Lehrer kontrollieren und einkreisen bzw. unterschreiben.

Ich habe schon zu Beginn des 1. Schuljahres die Erfahrung gemacht, dass die Schüler oft strenger kontrollieren, als ich es getan hätte, und dass berechtigte und begründete Kritik eines Chefs fast ausnahmslos von den Mitschülern akzeptiert wird. Nur in sehr seltenen Fällen wurde ich um Rat gefragt, wenn einem Schüler die Maßstäbe eines Chefs als zu hoch erschienen. Schon früh haben "meine" Kinder unseren Leitsatz "Selber denken macht klug" begriffen und bewiesen, dass sie ihre Ziele selbst erreichen wollten, indem sie - obgleich das oftmals ein Leichtes wäre - nicht "abguckten" oder "pfuschten".

Beispiel für Arbeitskarte Klasse 1: Hier klicken
Beispiel für Arbeitskarte Klasse 2 - 4: Hier klicken

Zu b) Im Anschluss an eine Werkstatt übertrage ich die Angaben der Arbeitskarten in Übersichtslisten. So erhalte ich Informationen über die Aktivitäten der einzelnen Schüler und über die Attraktivität der einzelnen Werkstattangebote.

Beispiel für eine Gesamtübersicht: Hier klicken

Inhalt:
- Grundlagen
- Chefprinzip
- Angebote
- Kontrolle
- Auswirkung